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Gravel Union Recommended Event 2024 - Ronde van de Wijnstraat

Anfang April bedeutet für Fans von Radrennen in Europa eines: Mitfiebern bei den Kopfsteinklassikern wie der Ronde van Vlaanderen (Flandern-Rundfahrt) und Paris-Roubaix. Das Fahren auf den berüchtigten Pavés-Sektionen ist dabei das Highlight dieser berüchtigten Rennen. Aber was ist, wenn Du dieses Jahr selbst dabei sein möchtest um die Kopfsteinpflaster-Saison hautnah zu erleben? Eine Teilnahme an der deutschen Hommage an die belgisch-französischen Frühlingsklassiker wäre doch hier gerade richtig? Die „Ronde van de Wijnstraat“ ist genau das richtige Event. Wir haben Veranstalter Timo Rokitta gebeten, uns alles über seine Veranstaltung zu erzählen.

Jedes Jahr verbringt Timo Rokitta, der Veranstalter der Ronde van de Wijnstraat, unzählige Stunden damit, nach neuen Routen zu suchen. Das Ergebnis ist dann immer diese gelungene Mischung, aus Straße, Kopfsteinpflaster und Singletrails. Wenn man auf sein Instagram-Profil schaut, scheint Timo für die Ausgabe 2024 genau den richtigen Track gefunden zu haben.

Den letzten Samstag im März, an dem die weltbesten Radprofis die Ronde van Vlaanderen (Flandern-Rundfahrt) in Angriff nehmen, ist dafür ideal. 

Die Teilnehmer haben in diesem Jahr die Wahl zwischen zwei Distanzen – 130 km mit 1300 Höhenmetern oder 200 km mit 2500 Höhenmetern. Wenn Du dich sich für die lange Distanz entscheidest, wird das ein langer, aber auch unvergesslicher Tag werden. Deshalb haben wir Timo nach Tipps gefragt, wie man die Fahrt entspannter (?!) macht, wenn der Untergrund extrem uneben ist.

„Wichtig ist, zunächst etwas Luft aus den Reifen zu lassen“, sagte uns Timo. Als Richtwert gibt er an, bei einem Reifen in der Größe 700x40 und einem Fahrergewicht von 70 kg maximal auf 2 bar aufzupumpen. „Eine Absenkung des Reifendrucks kann dabei helfen, einen Teil der Stöße beim Fahren auf dem Kopfsteinpflaster zu dämpfen und für eine ruhigere Fahrt zu sorgen. Wähle einen Luftdruck an, der etwas niedriger ist als der, den Du auf glattem Untergrund verwenden würdest.“

Wir fragten ihn, ob er noch einen anderen klugen Rat hätte:

  • Behalte möglichst eine konstante Geschwindigkeit bei: Versuche auf Kopfsteinpflaster eine konstante Geschwindigkeit beizubehalten, um plötzliche Stöße und Schläge zu vermeiden.
  • Verlagere Dein Gewicht auf das Hinterrad: Halte Dein Gewicht mehr hinten um Stöße abzufedern und die Kontrolle über das Fahrrad zu behalten.
  • Benutzen Deine Ihre Arme als Stoßdämpfer: Lasse Deine Arme als Stoßdämpfer wirken, indem Du deine Ellenbogen leicht beugst und den Lenker locker hälst.
  • Schaue voraus: Schauen immer nach vorne, um etwaige Unebenheiten oder Hindernisse rechtzeitig zu sehen und passe Deine Geschwindigkeit und Position entsprechend an.
  • Achte auf lose Pflastersteine: Halte Ausschau nach losen oder gebrochenen Pflastersteinen und versuche diesen nach Möglichkeit auszuweichen.

Wir haben Timo gebeten, den Parcours für die Ronde van Wijnstraat zu beschreiben. „Die Route ist gespickt mit allem, was man für Schotter braucht. Von Schotter über Gras- und Feldwege bis hin zu Singletrails und schlammigen Waldwegen ist von jedem Untergrund etwas dabei.“. Das Highlight werden natürlich die namensgebenden Kopfsteinpflasterpassagen sein, die von einfach zu fahren bis ruppig und anstrengend reichen.“

Damit die Veranstaltung überschaubar bleibt und die Atmosphäre passt, begrenzt Timo die Teilnehmerzahl auf maximal 300 Personen. Er möchte unbedingt darauf hinweisen, dass es sich bei der Veranstaltung nicht um ein Rennen handelt (wodurch sie sich von ihren belgischen und französischen Cousins unterscheidet). Die Route wird den Teilnehmern im GPX-Format zur Verfügung gestellt und ist nicht markiert.

Timo empfiehlt „ein Gravelbike mit Scheibenbremsen und einer zur Strecke passenden Übersetzung (z.B. 1x11 mit max. 42 Zähnen Kettenblatt und 10-42 Kassette). Die Reifen sollten zwischen 35 und 50 mm breit und profiliert sein. Natürlich reichen auch 650B-Reifen. Tubeless wird unbedingt empfohlen. Wer kein Gravelbike besitzt, kann natürlich auch mit einem MTB antreten.“

Die ersten angemeldeten 100 Fahrer, erhalten ein besonderes Goody und jeder Teilnehmer erhält anschließend ein Nudelgericht (plus ein Getränk). Auf der Strecke wird es zwei Verpflegungsstationen geben, aber die Fahrer sollten auch autark sein. Die Finisher erhalten ein Kopfsteinpflaster-Andenken.

Die Teilnahme ist ausschließlich online möglich. Eine Teilnahme am Veranstaltungstag ist nicht möglich und kann nur über die Website der Veranstaltung erfolgen. Die Kosten betragen 55 €.

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